Nachbarn: Können Sie Einfluss auf meine Gartengestaltung nehmen?

Aktualisiert: 15. Oktober 2019

Ob ein Garten als schön, kitschig oder gepflegt angesehen wird, hängt von der individuellen Beurteilung des Betrachters ab. Grundsätzlich obliegt jedem Gartenbesitzer die Gestaltung seines Grundstücks selbst, einige Regeln muss er aber beachten.

Belästigung des Nachbarn nicht erlaubt

Abgesehen davon, dass in Kleingartenanlagen die Satzung vorschreibt, wie die Gartenfläche aufzuteilen ist, hat auch der Nachbar ein gewisses Mitspracherecht. Hecken und Ausläufer bildende Gewächse beispielsweise sind so weit von der Grundstücksgrenze entfernt zu setzen, dass sie auch nach Jahren nicht auf das Nachbargrundstück hinüberreichen. Außerdem sollten sich die anfallenden Pflegemaßnahmen wie das Schneiden ebenfalls vom eigenen Grundstück aus durchführen lassen.

Geruchsbelästigung unerwünscht

Gartenhaus in der Ecke eines Gartens

Viele Menschen tarnen den Komposthaufen hinter einem kleinen Gartenhaus.

Kein Garten kommt ohne einen Komposthaufen aus. Damit er weniger ins Auge fällt, setzt ihn der Gartenbesitzer im Allgemeinen in eine Gartenecke. An das Nachbargrundstück sollte er aber nicht grenzen, da er selbst bei sorgfältiger Schichtung schlechte Gerüche absondern kann.

Tierhaltung überdenken

Wenngleich im Garten die Tierhaltung erlaubt sein kann, sollten ihre Vor- und Nachteile überdacht werden. Der Nachbar stört sich womöglich nicht nur am morgendlichen Hahnenschrei, sondern auch am Geruch der Hinterlassenschaften des Viehs. Wenn ein Tiergehege aufgestellt wird, sollte es nicht an Nachbargrundstücke grenzen. Wenn Sie doch Tiere halten wollen, gibt es meistens ein Verein, der auch Raum für Zucht gibt. Diese lassen sich meist unter den Namen Kleintierzuchtverein finden.

Den Garten pflegen

Nicht nur Nutz- und Zierpflanzen können sich bis in den Nachbargarten ausbreiten. Auch Unkräuter machen vor Grundstücksbegrenzungen nicht Halt. Sofern sich der Nachbar durch Quecken, Ackerschachtelhalm und Disteln beeinträchtigt fühlt, kann er auf Beseitigung und künftige Unterlassung bestehen. Nachbarschaftsstreitigkeiten in dieser Hinsicht lassen sich durch einen pflegeleichten Randstreifen vermeiden. Der besteht beispielsweise aus Kies oder Splitt. Auch langsam wachsende Stauden oder Gehölze sind möglich. Eine andere Möglichkeit ist ein Zaun aus Holz oder Stein, der eine klare Trennung darstellt für Pflanzen und fremde Blicke.

Für Sichtschutz sorgen

Ein Sichtschutz sperrt neugierige Blicke des Nachbarn aus. Allerdings müssen beim Aufstellen an der Grundstücksgrenze die örtlichen Vorgaben der Landesbaubehörde, die des regionalen Bauamtes sowie des Kleingartenvereins beachtet werden. Im Allgemeinen stört sich der Nachbar am zu hohem Zaun oder an einer zu hohen Hecke. Beide werfen nämlich einen starken Schlagschatten in den Nachbargarten. Im schlimmsten Fall ist ein Rückbau nötig. Das Weglassen eines Sichtschutzes an der Grundstücksgrenze kann ebenfalls für Ärger sorgen. Dann nämlich, wenn neben dem Gartenzaun ein Pool aufgestellt wird, in dem die Gartenbesitzer nackt baden. Der Nachbar könnte dies anstößig finden. Ein nettes Gespräch in der Phase der Planung kann späteren Streitigkeiten wahrscheinlich vorbeugen. Vielleicht dürfen die Nachbarn den Pool sogar selbst gelegentlich benutzen. Dann überhören sie sicher sogar das Geräusch der arbeitenden Poolpumpe.

Gartenhaus aufstellen erlaubt, aber Regeln beachten

Ein Gartenhaus wertet den Garten auf. Es lässt sich zum zeitweisen Wohnen, zum Feiern und zum Abstellen der Gartengeräte nutzen. Neben der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zum Baustil, zur Größe und zur Platzierung ist es wichtig, die Details genau zu planen. Viele Kommunen legen genaue Richtlinien fest, zum Beispiel wie weit das Gartenhaus von der Grundstückgrenze entfernt sein muss. Da ein Gartenhaus meistens nicht im Baufenster des Hauses steht bedarf es meistens auch eine Genehmigung der Gemeinde. Baupläne sollten daher vorgelegt werden. Zusätzliche Informationen zu diesem Thema, wie Abstand zum Nachbarn einhalten, Höhe und andere Richtlinien finden Sie unter der verlinkten Webseite. Die Eingangstür, die Fenster sowie die angrenzende Terrasse sollten so ausgerichtet sein, dass der Nachbar sich durch den Gartenbesitzer und seine Besucher nicht gestört fühlt. Passt das eigene Gartenhaus so gar nicht zum Gartenstil des Nachbarn, kann die Begrünung einer Außenwand Abhilfe schaffen. Aber auch hier gilt es, sie regelmäßig zu pflegen. Sonst dürfte der nächste Streit vorprogrammiert sein.

Inhaltsverzeichnis
  1. Belästigung des Nachbarn nicht erlaubt
  2. Geruchsbelästigung unerwünscht
  3. Tierhaltung überdenken
  4. Den Garten pflegen
  5. Für Sichtschutz sorgen
  6. Gartenhaus aufstellen erlaubt, aber Regeln beachten
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